Autor: M. Septime

  • Antisemitische Vorfälle und Hakenkreuz bei der AfD Pforzheim

    Ein Mitglied der AfD Pforzheim hat im März 2026 antisemitische Videos auf TikTok veröffentlicht, in denen es sich als „orthodoxer Jude“ verkleidete. Der Mann trug eine Lockenperücke, einen Hut und imitierte einen jiddischen Akzent, nannte sich „Aron“ und agierte gemeinsam mit einem Freund namens „Samuel“. In den Clips hängten sie ein AfD-Wahlplakat mit der Aufschrift „Dein Nachbar wählt uns auch“ auf und verbreiteten dabei antisemitische Klischees – etwa über Schabbat, Gefilte Fisch oder das Aufheben von Geldstücken, die sie „in die Synagoge bringen“ wollten. Die Videos wurden von der Jüdischen Allgemeinen und der Pforzheimer Zeitung aufgedeckt.

    Der betroffene Lokalpolitiker war bereits zuvor durch rassistische Äußerungen aufgefallen, unter anderem mit dem Kommentar „Raus mit die Viecher“ zu einer Geflüchtetenunterkunft. Zudem hatte er ein Foto veröffentlicht, auf dem ein Hakenkreuz auf einer Tischmatte zu sehen war. Der TikTok-Kanal wurde inzwischen gelöscht.

    https://www.juedische-allgemeine.de/politik/antisemitismus-im-wahlkampf-schabbat-schalom-jetzt-gibts-afd/

    https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Juden-Imitation-und-Hakenkreuz-Antisemitismus-Vorfall-bei-Pforzheimer-AfD-_arid,2338482.html

  • Münchner AfD nominiert verurteilten Mörder für Stadtrat

    Ein verurteilter Mörder war als Kandidat der AfD für den Münchner Stadtrat aufgestellt, wurde jedoch kurz vor der Kommunalwahl am 8. März 2026 vom Münchner Wahlamt ausgeschlossen. Der 43-jährige Kandidat hatte im Jahr 2004 seine 87-jährige Nachbarin erdrosselt und war dafür zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    Aufgrund seiner rechtskräftigen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verlor der Mann gemäß Paragraph 45, Absatz 1 Strafgesetzbuch für fünf Jahre die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und aktiv an Wahlen teilzunehmen.

    Der Mann war im März 2021 aus dem Gefängnis entlassen worden und verbüßte seine Reststrafe auf Bewährung, was seine Unwählbarkeit bestätigte.

    Neben dem Mörder-Kandidaten führte die AfD auch einen verstorbenen Kandidaten (Karl-Heinz S.) auf ihrer Liste, der ebenfalls nicht zur Wahl zugelassen wurde. Dieser Fall wurde ebenfalls erst nachträglich bekannt.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101118436/muenchen-afd-will-verurteilten-moerder-fuer-stadtrat-nominieren.html

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-afd-moerder-wahl-stadtrat-li.3380890?reduced=true