Vom Sterben der Fachkompetenz, als die welche AfD-Stadtrat Stephan Köthe nicht kümmern tut

Stephan Köthe am 15. Mai 2026 (Update; erste Version von 2025) auf der Website der AfD Esslingen:

Vom Sterben der Qualitätseinzelhändler, welches OB Matthias Klopfer nicht kümmert

Aktualisierung vom 15.05.2026: Blumen Wengert in der Neckarstraße 91 in Esslingen schließt!

Das sagen Einzelhändler zur Marktsituation in Esslingen:

  • „Es fehlt an Kunden!“
  • „Es fehlt an einem Magneten wie Zara, Mango oder Primarkt, der die Kunden in die Stadt zieht!“
  • „Genehmigungen für Nutzungsänderungen dauern viel zu lange! Will man eine Fläche von Einzelhandel nach Gastronomie umwidmen, dauert es Monate – bis zu einem Jahr – und es kostet Hunderte Euro an Gebühren plus die Kosten für den Innenarchitekten (eine mittlere 5 stelligen Summe)!“
  • „Nach 18:00 Uhr ist tote Hose!“
  • „Das ist eine Stadt zum Eis-Essen geworden!“
  • „Saturn schließt und ein Aldi kommt rein?! Niemand kommt wegen eines Aldis extra in die Innenstadt!“
  • „Der Spielhansl schließt und dafür kommt ein Nagelstudio? In eine Premium-Lage?“

Esslinger Einzelhändler fühlen sich im Stich gelassen! Und sie sind es!

Dass Oberbürgermeister Matthias Klopfer die neue Stadtbücherei unbedingt im Kögel-Areal unterbringen will – koste es, was es wolle – ist ein politischer Offenbarungseid. Die letzte große, zentral gelegene Einzelhandelsfläche, prädestiniert für einen Kundenmagneten, wie ihn der innerstädtische Handel so dringend braucht, wird zweckentfremdet – für ein Prestigeprojekt. Ohne Zweifel: Die Bücherei im Kögel wäre schön. Aber das hilft der Innenstadt nicht. OB Klopfer gibt die City kampflos auf.
Das nächste Prestige-Projekt ist schon in der Pipeline: die VHS soll in die Kernstadt kommen. Auch das bringt keine Kunden. Am Ende kommt eine Nutzungsänderung für Einzelhandelsflächen zu Wohnraum. Einen Weg zurück zu einer prosperierenden Innenstadt wird es dann nicht mehr geben. Unser Antrag zur gezielten Förderung des Einzelhandels sowie von Kunst und Kultur im Kernstadtgebiet wurde im Gemeinderat zwar zur Kenntnis genommen – aber ignoriert. Wirkung: keine.
Zweifellos: Die Rahmenbedingungen sind schwierig – aber wo ein Wille für eine lebendige Innenstadt voller Einzelhändler und Gastronomie ist, da ist auch ein Weg. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren. Dieser Wille ist bei OB Klopfer nicht erkennbar.

Mein Kommentar: Die AfD ernährt sich von Krisen und nimmt wirklich jede Gelegenheit zur Spaltung und Hetze wahr. Stephan Köthe unterstellt Herrn OB Klopfer, dass ihn die Situation nicht kümmere, dass er die City kampflos aufgebe; er keinen Willen zum Kampf erkennen ließe. Das Wort „Kampf“ scheint Köthe irgendwie wichtig zu sein. Neben der Verwendung von möglichst apokalyptischem Vokabular („Sterben der Qualitätseinzelhändler“, „beispielloser Niedergang“, „Deutschland im freien Fall“) besteht das Talent der Esslinger AfD vor allem im spielen der Opferrolle. So beklagt man sich, dass der Antrag der AfD-Fraktion vom 07.01.2025 zur „Förderung des Einzelhandels und des Kunst- und Kulturbereichs im Innenstadtgebiet von Esslingen“ im Gemeinderat „zur Kenntnis genommen aber ignoriert“ wurde. Ja was denn nun? Zur Kenntnis genommen oder ignoriert? Beides geht nicht. Geschenkt. Der Antrag wurde am 10. Februar an den Verwaltungsausschuss verwiesen und dort am 24. März mit Begründung abgelehnt. Das, was Köthe „ignorieren“ nennt, nennen Fachleute hingegen ganz normale Kommunalpolitik. Möglicherweise lag es an dem Inhalt des Antrages, in dem drei der vier Antragspunkte längst umgesetzt wurden. Ein Beispiel: Die geforderte Ermittlung des besonders förderbedürftigen Innenstadtgebiets gibt es bereits seit 2021 (Abb. 6, Seite 15). Anstatt sich auf kompetente Weise mit einem mit einer Vielzahl von Sachzwängen versehenen Problem zu befassen, bevorzugt es die Esslinger AfD-Fraktion ihren mangelnden Sachverstand durch sinnlose Anträge zu offenbaren und entsprechend ihrer Agenda andere fleißig mit Dreck zu bewerfen. Besonders „schön“ sind Stephan Köthes Powersätze zum Ende: „wo ein Wille […] ist, da ist auch ein Weg.“ und „Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.“ Was für ein nutzloses Dummgschwätz. Freuen wir uns auf die Machtübernahme der AfD. Das Verbieten von Regenbogenfahnen, Massendeportationen, Bau von Verbrennern ohne Markt und die Wiedereinführung des Mutterkreuzes die Willkommenskultur für (biodeutsche) Kinder werden unsere Innenstädte ganz, ganz bestimmt retten.